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Aktuelles

Programm: Was demnächst läuft

Do, 9. Jun 2016
Vortrag und Gespräch mit Gundula Schiffer

Lea Goldberg (1911-1970), eine der berühmtesten Dichterinnen Israels, schrieb 1935 unmittelbar nach ihrer Emigration nach Palästina ihren Roman Verluste – Antonia gewidmet. Goldberg, die Anfang der Dreißiger Jahre in Berlin studiert hatte, entwirft um ihre Hauptperson, den ostjüdischen Dichter Elchanan, ein facettenreiches Porträt jüdischen Lebens im Berlin von 1932, das bereits von der Bedrohung des heraufziehenden Nationalsozialismus gezeichnet ist.

So, 26. Jun 2016
Lesung und Gespräch mit Alfred Bodenheimer

Was als Sabbatical Gabriel Kleins an der Universität Basel harmlos beginnt, wird zur Ermittlung in einem rätselhaften Mordfall. Das Opfer, ein erfolgreicher Anwalt, Jude und zudem Vorstandsmitglied der Gemeinde, wurde erschossen. Klein lässt sich von einem jungen Kommissar einspannen, um Nachforschungen in der jüdischen Gemeinde anzustellen. Dabei wird der Zürcher Rabbi mit unterschiedlichsten Formen abgrundtiefen Hasses konfrontiert. Während seiner Ermittlungen tritt sein eigentliches Ziel, die Übersetzung eines Buches über den jüdischen Messias aus dem 16. Jahrhundert, in den Hintergrund. Zu unrecht.

Di, 28. Jun 2016
Lesung und Gespräch mit Olga Grjasnowa

Olga Grjasnowa erzählt in ihren Romanen Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012) und Die juristische Unschärfe einer Ehe (2014) die Geschichten einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat, die von der Liebe träumt, aber auch nicht weiß, wie man mit der Liebe lebt.

Mi, 29. Jun 2016
Lesung und Gespräch mit Mark H. Gelber

Mark H. Gelber, einer der weltweit renommiertesten Stefan Zweig-Experten, widmet sich seit über 30 Jahren dem Verhältnis des Schriftstellers zum Judentum, das nach seinem Tod 1942 weitgehend übersehen oder als nachrangig betrachtet wurde. Seine Studien zeigen eindrücklich eine durchaus intensive Auseinandersetzung Stefan Zweigs mit jüdischen Fragen, auch mit dem Zionismus, angefangen von seinen Verbindungen zu Wiener kulturzionistischen Kreisen am Anfang des 20. Jahrhundert bis zu seinem Engagement für die verfolgten Juden in den 1930er Jahren.

Was kürzlich lief

Do, 26. Mai 2016
Lesung und Gespräch mit Sebastian Schirrmeister

1917: Die ganze Welt führt Krieg...Die ganze Welt? Nein! In einer kleinen Sanitätsmission in Jerusalem hat eine Handvoll k. u. k. Offiziere keine größeren Sorgen als Paraden, Sex und Goldkurse. Eindrücklich und mit bissigem Witz schildert M.Y. Ben-Gavriêl die Absurdität des Weltkriegs während seiner Stationierung als österreichischer Offizier in der Heiligen Stadt. Mit der deutschen Erstveröffentlichung des um 1940 entstandenen Romans eröffnet der Arco Verlag in Kooperation mit den Universitäten Hamburg und Basel sowie der Israelischen Nationalbibliothek die Reihe „Europa in Israel“, die Texte aus israelischen Archiven zugänglich macht.

 

Mi, 18. Mai 2016
Lesung und Gespräch mit Doron Rabinovici

Doron Rabinovici und Natan Sznaider haben jüngst ihren Briefwechsel mit niemand Geringerem als Theodor Herzl, dem Begründer des Zionismus, veröffentlicht. Herzl hat diesen Trialog begonnen und wird von Rabinovici und Sznaider auf die Probe gestellt: Was ist aus der Vision von Altneuland geworden? Was hat uns Herzl heute noch zu sagen, zum Beispiel zum Konflikt mit den Palästinensern? Wie viel von seinem in Der Judenstaat dargelegten Programm findet sich im heutigen Israel?

 

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