Liat und ihr Ehemann werden am 7. Oktober 2023 von Mitgliedern der Hamas gewaltsam aus ihrem Kibbuz entführt. Kurz danach beginnt der Regisseur, Brandon Kramer, mit Liats Familie den Dokumentarfilm Holding Liat (USA 2025) zu drehen, mit dem er den Dokumentarfilmpreis der Berlinale 2025 gewonnen hat.
Was demnächst läuft
2019 wanderte Sarah Levy nach Israel aus und erlebt dort, wie die aktuelle, rechtsnationale Regierung die Gesellschaft spaltet. Die Attacke der Hamas am 7. Oktober 2023 und der darauffolgende Krieg verändern auf brutale Weise ihr Leben in Tel Aviv – doch auch Deutschland ist ihr keine Heimat mehr. Mit kritischem Mitgefühl beschreibt Sarah Levy, wie Radikalisierung und Polarisierung ein Land verändern – und letztlich auch sie selbst.
Für Frauen hat das 19. Jahrhundert Heim, Herd und Gott vorgesehen. Doch Lina Morgenstern stellt sich trotzig gegen diesen Lebensentwurf. Als Jüdin in Preußen gründete sie die Volksküchen, initiierte Vereine zur Unterstützung von Frauen in Notlagen und half, den Fröbel-Kindergarten nach England zu exportieren. Sie initiiert die erste Zeitung von Frauen für Frauen und den ersten „Internationalen Frauenkongress“ auf deutschem Boden.
Die Organisation AMCHA unterstützt seit Jahrzehnten Überlebende der Shoah mit psychosozialer Hilfe. Seit dem 7. Oktober 2023 weitete sie ihre Arbeit aus: Menschen, die von den Terrorangriffen der Hamas betroffen sind – darunter Überlebende, ihre Angehörigen sowie Soldaten und Soldatinnen mit Einsätzen in Gaza – erhalten Kriseninterventionen und traumaspezifische Begleitung.
„Sabres“ heißen auf Hebräisch Kaktusfrüchte, die zwar außen stachelig sind, innen aber mit ihrem süßen Fruchtfleisch überraschen. Genauso sehen sich viele der in Israel geborenen Juden selbst: Ihre Vorfahren haben die Wüste Palästinas nicht nur besiedelt, sondern das Land kultiviert, so meinen sie. Doch inzwischen mischen sich immer mehr dunkle Farben in dieses Bild.
Was kürzlich lief
Der weltberühmte, aus einer grossen, jüdischen Familie in Turin stammende Autor von "Christus kam nur bis Eboli" reist 1958 durch Deutschland. Von Mussolinis Regierung war er verhaftet, verbannt und später ins Exil getrieben worden. Nun sieht er von München bis Berlin wundersam wiederaufgebaute Städte – und dahinter das Schweigen, die Verdrängungen und ...
In einer Zeit zunehmender antijüdischer Rhetorik und Politik dokumentierten deutsche Jüdinnen und Juden ihr Leben und ihre Umwelt in zahlreichen Fotografien. Profis ebenso wie Amateure unterschiedlichen Alters, Geschlechts und aus verschiedenen sozialen Schichten. Ihre von der Geschichtsschreibung bislang kaum beachteten Fotografien ...